Investmentfonds

Investmentfonds

Investmentfonds haben den Ruf einer vergleichsweise riskanten Geldanlage, die allerdings langfrsitig betrachtet auch vernünftige Renditen erwirtschaften kann. Das Grundprinzip der Investmentfonds beruht darauf, dass viele verschiedene Anleger Geld in den Fonds investieren, der von einem Fondsmanagement verwaltet wird. Das Fondsmanagement legt das Geld nach bestimmten Kriterien beispielsweise in Aktien oder Rentenpapiere an. Der Anleger muss sich also nicht um die Auswahl einzelner Aktien kümmern, sondern überlässt diese schwierige Aufgabe einem erfahrenen Fondsmanager.

Durch die Auswahl verschiedener Wertpapiere, in denen sich der Fonds dann engagiert, kommt es zu einer breiten Streuung (Diversifikation) des Anlagevermögens. Dies hat eine Reduktion des Anlagerisikos zur Folge, sodass Anleger von Investmentfonds bei starken Verlusten in einzelnen Wertpapieren deutlich weniger stark betroffen sind als Anleger, die sich direkt in dem entsprechenden Einzelwert positioniert haben.

Für diese Dienstleistung erhält das Fondsmanagement eine Vergütung. In diesem Zusammenhang spricht man auch von der jährlichen Verwaltungsgebühr (Management Fee). Weiter Kosten fallen - abgesehen vom einmaligen Ausgabeaufschlag, der bei Kauf der Fondsanteile fällig wird und bis zu 5 Prozent betragen kann - in der Regel nicht an.

Das Ziel eines Investmentfonds ist entweder der Kapitalerhalt auch in schwierigen Marktphasen oder eine Rendite, die den Vergleichsindex nachhaltig übertrifft. Als Vergleichsindex kann bei einem auf deutsche Bluechips fokussierten Fonds der DAX gelten. Aufgrund der Kostenstruktur - hier sind insbesondere die laufenden Verwaltungskosten zu nennen - sinkt die Wahrscheinlichkeit eine Outperformance mit der Dauer des Betrachtungszeitraums. Auf Dauer gelingt es demnach nur den wenigsten Investmentfonds eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.

Allerdings erreichen wirklich gute Investmentfonds, die von einem kompetenten und erfahrenen Management gestreut werden, auch langfristig eine Outperformance von 2,3 oder gar 4 Prozent gegenüber dem Vergleichsindex. Bei der Wahl eines geeigneten Fonds sollte also unbedingt auf den bestehenden Trackrecord geachtet werden, der zwar keine Garantie für eine zukünftige Outperformance, aber durchaus ein Indikator für die Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Erfolges darstellt.